Kai Dolgner

Ihr Abgeordneter für den Wahlkreis Rendsburg

4. April 2019

Allgemein
Die Bundeswehr gehört ohne Wenn und Aber in die Mitte der Gesellschaft

Zum heu­ti­gen (04.04.2019) Arti­kel in den Kie­ler Nach­rich­ten mit dem Titel „Bun­des­wehr in der Schu­le: SPD-Frak­ti­on geht auf Distanz“


Ich ver­wah­re mich gegen den Ein­druck, den die heu­ti­ge Schlag­zei­le „Bun­des­wehr in der Schu­le: SPD-Frak­ti­on geht auf Distanz“ und der Kom­men­tar ver­sucht haben zu erwe­cken, dass ich auf Distanz zur Bun­des­wehr gehen wür­de. Ich habe in mei­ner Ori­gi­nal­mit­tei­lung den Ber­li­ner Beschluss als „völ­lig unver­ständ­lich“ klar zurück­ge­wie­sen. Mei­ne Kri­tik an den „außer­schu­li­schen“ Wer­be­kam­pa­gnen, die das Sol­da­ten­tum ver­harm­lo­send in die Nähe von Com­pu­ter­spie­len oder Aben­teu­er­ur­laub rücken, als Beleg für die angeb­li­che Distanz zu neh­men und dar­aus auch noch zu schluss­fol­gern, ich sähe „bil­dungs­po­li­ti­schen Nach­hol­be­darf“ ist schon wegen des „außer­schu­lisch“ absurd.

Die Bun­des­wehr gehört ohne Wenn und Aber in die Mit­te der Gesell­schaft und die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten sind Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Uni­form. Ich wie­der­ho­le mich: Des­halb habe ich kei­ner­lei Ver­ständ­nis für Aus­gren­zung und Distan­zie­rung. Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten haben einen ver­dammt schwe­ren Job und müs­sen vie­le per­sön­li­che und fami­liä­re Opfer brin­gen, gera­de wenn Sie im Ein­satz sind. Des­halb blei­be ich dabei, dass ich auch eine Roman­ti­sie­rung bei der not­wen­di­gen Anwer­bung neu­er Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten für falsch hal­te. Kri­tik bezüg­lich roman­ti­sie­ren­der Wer­be­kam­pa­gnen gab es schon immer auch aus der Bun­des­wehr z.B. in einer von mir gelei­te­ten Kaser­nen­zei­tung. Kri­ti­sches Den­ken gehört näm­lich auch zum Staats­bür­ger in Uni­form und soll­te nicht als Bun­des­wehr­feind­lich­keit denun­ziert wer­den. Ich hat­te damals das Glück, dass schon vor einem Vier­tel­jahr­hun­dert mein dama­li­ger Kom­man­deur das genau­so so gese­hen hat und die Kaser­nen­zei­tung aus eben die­sem Grun­de nicht zen­sier­te. Bei ihm könn­ten sich heu­te eini­ge eine Schei­be abschnei­den.“